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Gewitter-Hotspot Deutschland 2026: 8 cm Hagel in Süddeutschland
UnwetterWetterToni Redaktion

Acht Zentimeter Hagel: Süddeutschland wurde zum Gewitter-Brennpunkt des Sommers

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Für Deutschland fällt bei der Suche nach dem markantesten Gewitter-Hotspot des Sommers 2026 vor allem der Süden auf. Das European Severe Storms Laboratory dokumentierte am 27. Juni in Süddeutschland sehr großen Hagel bis etwa 8 Zentimeter, als zwei Superzellen entlang des nördlichen Alpenrandes zogen.

Warum der Alpenrand so explosiv werden kann

Das Alpenvorland ist bei geeigneter Großwetterlage ein klassischer Bereich für kräftige Konvektion. Feuchtwarme Luft kann sich nördlich der Alpen sammeln, während aus Westen oder Nordwesten kühlere Luft und stärkere Höhenwinde heranrücken. Die Alpen beeinflussen dabei Strömung, Konvergenz und Hebung. Treffen hohe Gewitterenergie und ausgeprägte Windscherung zusammen, steigt die Wahrscheinlichkeit langlebiger Superzellen deutlich.

Großer Hagel ist ein Hinweis auf extreme Aufwinde

Hagelkörner von 8 Zentimetern entstehen nicht in gewöhnlichen Sommergewittern. Dafür müssen Eisteilchen in sehr kräftigen Aufwindbereichen lange in der Wolke gehalten werden. Rotierende Aufwinde können die Lebensdauer solcher Zellen verlängern und damit Hagelwachstum, Starkregen und schwere Böen begünstigen.

Auch im August blieb Süddeutschland gefährdet

Der DWD warnte Ende August in Bayern erneut vor schweren Gewittern mit Orkanböen bis etwa 120 km/h, heftigem Starkregen und größerem Hagel. Das unterstreicht, dass der Süden 2026 wiederholt in einer Zone lag, in der heiße, feuchte Luft vor Kaltfronten oder Luftmassengrenzen lag.

Eine offizielle Rangliste der «heftigsten Gewitterregion» gibt es auch in Deutschland nicht. Nach den dokumentierten Hagelgrößen und den wiederholten schweren Unwetterlagen ist der süddeutsche Alpenrand jedoch einer der klarsten Hotspots des Sommers 2026.