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UnwetterWetterToni Deutschland Redaktion

Nach dem Tropentief: Vietnam erwartet lokal mehr als 500 Millimeter Regen

Vietnam erlebt nach der Abschwächung eines Tropentiefs eine ausgeprägte Starkregenlage. Das System verlor am Sonntagabend so viel Windkraft, dass der nationale Wetterdienst NCHMF sein letztes Tropentief-Bulletin veröffentlichte. Trotzdem bleibt die Lage in mehreren Landesteilen angespannt.

Mehr als 200 Millimeter bereits gefallen

In Hóa Thanh in Quảng Trị fielen zwischen 19 Uhr am Sonntag und 08 Uhr am Montag 232,2 Millimeter Regen. Kỳ Thượng in Hà Tĩnh meldete 188 Millimeter, Xuân Thủy in Ninh Bình 166 Millimeter.

Ein Millimeter Niederschlag entspricht einem Liter Wasser pro Quadratmeter. Die gemessenen 232,2 Millimeter stehen damit für 232,2 Liter pro Quadratmeter innerhalb von rund 13 Stunden.

Die Prognose reicht lokal über 500 Millimeter

Für die südlichen Teile des nordvietnamesischen Deltas, den Süden von Phú Thọ und das Gebiet von Thanh Hóa bis Nghệ An werden bis in die Nacht zum 16. September 150 bis 300 Millimeter erwartet. Örtlich können mehr als 450 Millimeter fallen.

Über den Zeitraum vom 14. bis 16. September summiert sich die offizielle Prognose in der am stärksten betroffenen Zone auf 180 bis 350 Millimeter, lokal auf mehr als 500 Millimeter. Besonders kritisch sind mögliche kurze Spitzen: Mehr als 100 Millimeter in drei Stunden sind laut Wetterdienst nicht ausgeschlossen.

Gefahr verlagert sich auf Bäche und Hänge

Solche Regenraten können kleine Flüsse und Bäche sehr schnell anschwellen lassen. NCHMF warnt deshalb vor Sturzfluten, Überflutungen in tiefliegenden und städtischen Gebieten sowie vor Erdrutschen an Hängen.

Eine kurzfristige Warnung umfasst Lào Cai sowie mehrere Provinzen von Thanh Hóa südwärts bis in den Raum Huế. Thanh Hóa und Nghệ An werden im Starkregenbulletin mit Naturgefahrenstufe 2 geführt.

Warum Abschwächung nicht gleich Entwarnung bedeutet

Bei tropischen Wetterlagen kann der Wind nachlassen, während die grossräumige Regenphase anhält. Genau das ist jetzt der entscheidende Punkt: Der ehemalige Tropenwirbel ist schwächer, doch die hydrologische Gefahr bleibt hoch.